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Als Vergasung bezeichnet man üblicherweise die Umsetzung eines kohlenstoffhaltigen Stoffes mit Hilfe eines Vergasungsmittels wie Sauerstoff, Luft oder Wasserdampf. Dabei erfolgt oftmals eine unvollständige Oxidation des Einsatzstoffes Es entsteht das sogenannte Synthesegas mit den Hauptbestandteilen Wasserstoff, Wasserdampf, Kohlendioxid, Kohlenmonoxid und Methan. In Spuren sind im Synthesegas auch Schwefelwasserstoff, Salzsäure, Ammoniak und Cyanwasserstoff enthalten, auch höhere Kohlenwasserstoffe beziehungsweise Teeröle können vorhanden sein. Vergasungsrückstande können Asche, Schlacke und Restkoks sein.

Vergasungsprozesse werden verschiedentlich über CFD abgebildet. Hauptproblem der Simulation von Vergasungsprozessen ist die Chemie, da die meisten Modelle zur Beschreibung vollständiger Verbrennung entwickelt wurden und somit nicht für Vergasungsbedingungen validiert sind. Als typischer Vertreter für die Abbildung der zugrundeliegende Chemie ist der GRI30-Mechanismus (Gas Research Institute; http://www.me.berkeley.edu/gri_mech/), welcher für die Methanverbrennung validiert ist.